Industrie empfiehlt Europa die duale Berufsausbildung

„Die Einführung des dualen Systems der Berufsausbildung in allen Mitgliedsstaaten ist nötig und könnte kurzfristig die Jugendarbeitslosigkeit senken“, so fordern 50 führende europäische Unternehmenschefs in einem Brief an die 27 Regierungschefs der Europäischen Union. Der „Runde Tisch europäischer Industrieller“ (European Round Table, ERT) ist eine Organisation, die sich auf die Erfahrungen ihrer Mitglieder stützen kann und die europäische Wettbewerbsfähigkeit fördert. Aus Deutschland gehören ihm unter anderem Konzernchef Peter Löscher (Siemens), Gerhard Cromme (ThyssenKrupp) und René Obermann (Telekom) an. 

„Endlich erkennen wichtige Konzernchefs, dass es nicht reicht, national vom Vorzug der deutschen Berufsausbildung zu profitieren. Was als gut erlebt wird, muss auch beworben werden, aber bitte mit dem gebotenen Respekt vor anderen Traditionen und Strukturen“, so Berthold Gehlert, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen.

Die Mitglieder des ERT weisen zu Recht  auf den Zusammenhang zwischen dem Berufsbildungssystem und der Jugendarbeitslosigkeit hin. In der Europäischen Union sind gegenwärtig mehr als fünfeinhalb Millionen junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren ohne Arbeit. 

Dazu der BLBS:

  • „Berufschancen werden den Jugendlichen in Deutschland mit seiner dualen Berufsausbildung und den vollzeitschulischen beruflichen Bildungsgängen ideal vorgegeben. Beide Wege, betrieblich- dual oder schulisch-dual haben das gleiche Ziel: Es werden kompetente Facharbeiter ausgebildet, die theoretisch und praktisch gerade auch im internationalen Vergleich Spitze sind. Das hat zur Folge, dass diejenigen, die eine duale Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, wegen ihrer fachlichen Kompetenz gesucht und geschätzt sind.
  • Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Verhältnis zu anderen Ländern in Deutschland gering ist.“

Der BLBS begrüßt daher die Initiative und sieht darin einen Beitrag dazu, dass die Ziele der EU-Strategie „Europa 2020“ erreicht werden.