Duale Berufsausbildung Vorbild für Europa?

Es sei sinnvoll, europäische Programme stärker zu fokussieren „zum Beispiel stärker zur Förderung der dualen Berufsausbildung zu nutzen“, so Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am 13. Mai in einem Interview mit der dpa zu Änderungen beim Fiskalpakt anlässlich des Besuches des neuen französischen Präsidenten Hollande. „Das freut uns ganz besonders“, so Berthold Gehlert, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen, „da Finanzminister Schäuble damit deutlich den Wert der deutschen dualen Berufsausbildung mit den beiden Standbeinen berufliche Schule und Betrieb in den Fokus der Aufmerksamkeit stellt.“ Schäuble hat Recht, wenn er sagt, dass höhere Schulden nicht zu mehr Wachstum führen und feststellt, dass die Berufschancen junger Leute wichtiger sein müssten. 

Dazu der BLBS:

  • „Diese Berufschancen werden den Jugendlichen in Deutschland mit seiner wertvollen dualen Berufsausbildung und den vollzeitschulischen beruflichen Bildungsgängen ideal vorgegeben. Beide Wege, betrieblich- dual oder schulisch-dual haben das gleiche Ziel: Es werden kompetente Facharbeiter ausgebildet, die theoretisch und praktisch gerade auch im internationalen Vergleich Spitze sind. Das hat zur Folge, dass diejenigen, die eine duale Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, wegen ihrer fachlichen Kompetenz überall gesucht und geschätzt sind.
  • Ferner ergibt sich daraus, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Verhältnis zu anderen Ländern in Deutschland sehr gering ist.“

Der BLBS unterstützt daher auch die Informationsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit dem Titel „Berufliche Bildung – praktisch unschlagbar“, die bis zum Jahr 2013 läuft. Damit werden die Bedeutung und der Stellenwert der beruflichen Schulen im Rahmen der beruflichen Bildung als wichtige Berufschance für junge Leute deutlich in den Vordergrund gestellt.