OECD lobt das gute deutsche Berufsbildungssystem

Die OECD hat in ihrer Studie „Bildung auf einem Blick 2017“ festgestellt, dass das Ausbildungsniveau bei technischen Ausbildungsberufen international als Aushängeschild Deutschlands gelte.

„Wir freuen uns, dass die Bundesregierung und die Kultusministerkonferenz daher die Attraktivität der beruflichen Bildung in den technischen Berufen noch weiter stärken will“, so Eugen Straubinger, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen e.V. (BLBS).

Lob der OECD für alle Bereiche der beruflichen Bildung

  • Das Bildungssystem im Bereich der beruflichen Bildung ist in Deutschland besonders gut auf den Arbeitsmarkt abgestimmt, da die Mehrzahl der Auszubildenden nach der Ausbildung direkt in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen werden.
  • Im beruflichen Bildungssystem ausgebildete junge Leute haben in Deutschland ein geringes Risiko, arbeitslos zu werden. Die Quote der Erwerbslosen liegt in diesem Bereich bei 4,2%, im EU-Durchschnitt bei 10,3%.
  • Die Beschäftigungsquote für Jugendliche mit einem berufsbildenden Abschluss liegt in Deutschland bei 86%.
  • Die Beschäftigungsquote für Personen mit einem tertiären Abschluss – dazu zählen auch Meister und Techniker – liegt bei 87%.

Dr. Susanne Eisenmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) zur OECD-Studie: „Die berufliche Bildung ist ein weiterer Königsweg für junge Menschen. Sie stellt eine absolut gleichwertige Alternative zum Studium dar.“

Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesbildungsministerin zur OECD-Studie: „Die berufliche Bildung schafft ebenso wie die akademische Bildung verlässlich individuelle Chancen und Lebensperspektiven.“ Die Bundesregierung wird die berufliche Bildung weiter modernisieren und an die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt anpassen.“

Forderung des BLBS

„Der Bundesvorsitzende stimmt den Aussagen des BMBF und der KMK im vollen Umfang zu und hofft, dass zusammen mit den Bundesländern mehr in die sächliche und personelle Ausstattung der beruflichen Schulen investiert wird.“