BLBS: Wo bleiben die Lehrer an beruflichen Schulen?

Die Studie der Bertelsmann Stiftung „Demographischer Wandel adé – Aktuelle Bevölkerungsentwicklung und Folgen für die allgemeinbildenden Schulen“ wurde heute vorgestellt. „Die Studie kommt sicher zu interessanten Ergebnissen, so zum Beispiel, dass die Zeiten sinkender Schülerzahlen vorbei ist“, so Eugen Straubinger, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS). „Für uns ist aber wieder mal entscheidend, dass die beruflichen Schulen nicht mit im Boot sind.“

Die Studie belegt, dass sich ein Schüler-Boom ankündigt und an den Grundschulen im Jahr 2025 gegenüber heute 24.100 Lehrer fehlen, das sind 22 Prozent mehr Schüler als die Kultusministerkonferenz (KMK) errechnet hat.

„Man bedenkt aber nicht, dass diese Schüler später zum größten Teil berufliche Schulen besuchen und hier fordern wir schon seit vielen Jahren mehr Lehrer. Es fehlen schon jetzt insbesondere in den Fachbereichen Metall- und Elektrotechnik in allen Bundesländern viele Lehrer“, so der BLBS-Bundesvorsitzende.

Schon der Berufsbildungsbericht 2017 der Bundesregierung lobt die berufliche Bildung, da sie jungen Menschen eine breit angelegte und hochwertige Qualifikation bietet. Sie sei eine zentrale Säule des Erfolgs unserer Volkswirtschaft.

Unser Hilferuf lautet daher:

  • „Wir brauchen mehr Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen, insbesondere in den Fachrichtungen Elektro- und Metalltechnik, und zwar jetzt!“.
  • „Wir fordern aber auch eine Studie über die Entwicklung der Zahlen der Schüler und der dazu benötigten Lehrer an beruflichen Schulen bis zum Jahr 2025“.