Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung
Bildungsprogramm Erasmus+

Information und Beratung für Berufsschulen auf regionalen Veranstaltungen in Köln, Berlin und München

Die Nationale Agentur möchte ihre Zusammenarbeit mit berufsbildenden Schulen ausbauen und Schulen, die noch keine Auslandsaufenthalte mit Erasmus+ durchführen, über Fördermöglichkeiten informieren und den Weg in das Programm aufzeigen. Vertreter/-innen aus berufsbildenden Schulen, die sich für diese Thematik interessieren, sind daher eingeladen, an Informations- und Monitoringveranstaltungen teilzunehmen, die die Nationale Agentur in drei Regionen Deutschlands durchführen wird. Die Veranstaltungen bieten die Möglichkeit, sich zur Planung, Durchführung und Beantragung von Erasmus+ Projekten zur Förderung von Auslandsaufenthalten zu informieren und mit Einrichtungen aus der Region, die bereits Projekte in Erasmus+ durchführen, ins Gespräch zu kommen.

  • Köln: 01.09.2017, Dorint Hotel – An der Messe, Deutz-Mülheimer Straße 22 – 24, in 50670 Köln. Die Anmeldefrist ist der 12. Juli.
  • Berlin: 05.09.2017, Straße des 17. Juni 106-108, in 10623 Berlin. Die Anmeldefrist ist der 17. Juli.
  • München: 21.09.2017, Holiday Inn München - City Center, Hochstraße 3, in 81669 München. Die Anmeldefrist ist der 24. Juli.

Alle Veranstaltungen finden von 10.00 Uhr – 16.00 Uhr statt. Weitere Informationen sowie das Programm und der Link zur Anmeldung sind auf der Homepage unter https://www.na-bibb.de/service/veranstaltungen/ abrufbar. Außerdem stehen bei allen Fragen zu den Veranstaltungen Annett Polk (polk@bibb.de) und Friederike Wiethölter (wiethoelter@bibb.de) gerne zur Verfügung.

Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung gewinnen zunehmend an Bedeutung

Bereits während der Berufsausbildung im Ausland arbeiten und lernen zu können – dies ist für viele Auszubildende und Berufsfachschüler/-innen eine prägende Erfahrung. Solch ein Auslandsaufenthalt fördert neben Fachkenntnissen vor allem sprachliche und interkulturelle Kompetenzen und stärkt zudem die Persönlichkeitsentwicklung. Damit sind sie eine gute Vorbereitung für das spätere Berufsleben auf einem global ausgerichteten Arbeitsmarkt. Immer mehr Einrichtungen der Berufsbildung und vor allem berufsbildende Schulen erkennen diesen Bedarf an internationalen Lernerfahrungen und ermöglichen ihren Schüler/-innen einen solchen Aufenthalt mit Fördermitteln aus dem Bildungsprogramm Erasmus+. Von diesem Engagement profitiert auch die Berufsschule selbst, denn mit dem Angebot von Auslandsaufenthalten ergeben sich oftmals positive Effekte für die Organisationsentwicklung. So werden beispielsweise internationale Bildungsinhalte angeboten und Leitbilder um internationale Komponenten erweitert. Damit schärft die Schule ihr internationales Profil und steigert Attraktivität und Qualität der Berufsausbildung.

Förderung von Auslandsaufenthalten im Programm Erasmus+

Das Bildungsprogramm Erasmus+, das für den berufsbildenden Sektor von der Nationalen Agentur beim BIBB umgesetzt wird, fördert in der sogenannten „Leitaktion 1 – Mobilität für Einzelpersonen“ unter anderem Berufsschulen, die ihren Schüler/-innen oder dem Bildungspersonal einen berufsspezifischen Lernaufenthalt im europäischen Ausland ermöglichen. Für Auszubildende und Berufsfachschüler/-innen werden diese Aufenthalte in der Regel als Betriebspraktikum konzipiert. Darüber hinaus fördert Erasmus+ auch Auslandsaufenthalte für Berufsbildungspersonal zum Zweck der beruflichen Weiterbildung. So können sich Lehrer/-innen aus berufsbildenden Schulen in einer ausländischen Partnereinrichtung, die in ihrer Fachexpertise bedarfsorientiertes Wissen vermitteln kann, weiterbilden.

Je nach Zielgruppe und Lernbedarf können die Auslandsaufenthalte individuell zugeschnitten werden. Erasmus+ bietet hier viel Flexibilität, ausschlaggebend ist, dass die Auslandsaufenthalte der berufsspezifischen Qualifizierung dienen und eine aufnehmende Partnereinrichtung im Ausland vorhanden ist, die je nach Lernbedarf die individuellen Lernziele vermitteln kann. Die Antragstellung auf Fördermittel für Auslandsaufenthalte ist institutionell geregelt. Einzelpersonen können sich nicht bewerben, sondern nur über den Antrag ihrer Schule einen von Erasmus+ geförderten Aufenthalt realisieren.

Die Zahl der international mobilen Auszubildenden und Berufsfachschüler/-innen ist bereits im ehemaligen Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen stark angestiegen. So hat sie sich zwischen 2008 und 2013 auf ca. 16.000 verdoppelt. In dem Antragsjahr 2017 sind es bereits 21.272 Lernende der Berufsbildung, die mit einem Gesamtbudget von 39,97 Mio. Euro gefördert werden. Der Großteil von ihnen wird über die berufsbildende Schule entsendet. Für die Nationale Agentur ist daher die Zusammenarbeit mit Berufsschulen ein wichtiger Faktor, um Auslandsaufenthalten in der Berufsbildung weiterhin zu stärken. Da ist es erfreulich, dass die Fördermittel in Erasmus+ weiterhin steigen werden und weiteren Berufsschulen der Einstieg in das Programm ermöglicht wird.

Friederike Wiethölter, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team „Mobilität und Internationalisierung der Berufsbildung“