BLBS begrüßt: Fünf Milliarden Euro für digitale Bildung an Schulen
Unterstützung von zwei Bundesministern

„Der BLBS begrüßt die Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)“, so der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS). „Fünf Milliarden Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren bereitzustellen, um die Schulen mit digitalen Medien auszustatten, helfen uns sehr“, so der Bundesvorsitzende des BLBS und weiter: „und ganz besonders freuen wir uns darüber, dass nach unseren dualen Partnern, den Betrieben, nun auch die Schulen Mittel erhalten, weil Bund und Länder nach Artikel 91 c des Grundgesetzes im Bereich der Informationstechnik zusammenarbeiten dürfen.“

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat gestern die Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft in Berlin vorgestellt. Damit verstärkt sie die Ergebnisse des FührungskräfteKongresses 2016, den der BLBS zusammen mit dem VLW unter dem Motto „Berufliche Schulen 4.0“ vor zwei Wochen in Berlin durchgeführt hat. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat richtig erkannt, dass digitale Bildung nicht nur für Gymnasiasten da sei, es heiße vor allem, die Berufsbildung auf das Internetzeitalter einzustellen. „Wir freuen uns auf die explizite Unterstützung durch den Wirtschaftsminister, der dafür plädiert, die Berufsschulen besser für die Anforderungen der digitalen Wirtschaft auszustatten“, so Straubinger und weiter: “Der BLBS kann ihn in seiner Aussage nur voll unterstützen, da die technologische Ausstattung an den beruflichen Schulen mit Bezug zum dualen Partner, den Betrieben, höherwertiger sein muss als an allgemeinbildenden Schulen.“

Straubinger wünscht sich, dass eine Ausstattungsinitiative für Berufsschulen gestartet wird. In Deutschland gehöre die Digitalisierung in den Betrieben zum Alltag. Das müsse ebenso für die Berufsschulen gelten. Viele Kommunen als Sachaufwandsträger hätten nicht die Mittel, um ihre Schulen, geschweige denn ihre Berufsschulen, technisch auf den neuesten Stand zu bringen, so der BLBS-Bundesvorsitzende.

Der BLBS hofft und wünscht sich, dass die Gespräche über die Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern eine entsprechende Weichenstellung bringen. Für die beruflichen Schulen gilt nämlich anders als für die allgemeinbildenden Schulen:

  • Für die beruflichen Schulen geht es nicht allein um Medienkompetenz, um die Fähigkeit, mit digitalen Endgeräten wie z.B. mit dem Laptop zu arbeiten, und mit deren Hilfe Informationen zu sammeln, die kritisch zu hinterfragen und dies Medien digital selbst zu gestalten, wie der Präsident des „Bundesverbandes Medien und Marketing“ gefordert hat.
  • Für die beruflichen Schulen reduziert sich digitale Bildung nicht auf den Einsatz digitaler Medien. Vielmehr bilden insbesondere digitalisierte Arbeits- und Geschäftsprozesse den Unterrichtsgegenstand. Entsprechende reale Arbeitsmittel wie Maschinen oder Software werden dabei zum Bildungsmedium.

„Dafür benötigen die beruflichen Schulen vom Bund und den Ländern die notwendige sächliche und personelle Ausstattung und die Unterstützung, dies in eigenständiger Verantwortung voranzutreiben“, so Straubinger abschließend.

Pressemitteilung (PDF)