FührungskräfteKongress 2016 - Berufliche Schulen 4.0

Hiermit weisen wir auf den am 29./30.9.2016 in Berlin stattfindenden „FührungskräfteKongress 2016 - Berufliche Schulen 4.0“ hin. Er wird vom Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen e.V. (BLBS), dem Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen e. V. (VLW) und dem Verband Bildungsmedien e.V. (VBM) veranstaltet.

Die beiden großen Lehrerverbände für die beruflichen Schulen – der BLBS und der VLW – führen in diesem Jahr ihren zweiten gemeinsamen FührungsKräfteKongress in Berlin durch. Damit sollen die Führungskräfte der beruflichen Schulen und jene, die es werden wollen, die Möglichkeit bekommen, im Expertenkreis über die Herausforderungen im Bereich der beruflichen Bildung zu diskutieren. Eugen Straubinger, der Vorsitzende des BLBS, formuliert deshalb: „Es gehört zu den wesentlichen Aufgaben der beiden Verbände, einen Beitrag dafür zu leisten, dass die beruflichen Schulen zukunftsfähig sind.“

Zukunftsfähige berufliche Schulen

Dr. John, einer der beiden Vorsitzenden des VLW, unterstützt diese Position ausdrücklich: „Als große Verbände stehen wir hier in der Pflicht, unsere Mitglieder dabei zu unterstützen, die vielfältigen und breitgestreuten Herausforderungen zu `schultern´. Wir müssen dabei auch die Chancen zur Weiterentwicklung nutzen.“

Um dieses Ziel zu erreichen, sind Schulleitungen, Abteilungsleitungen, Seminar- und Fachleitungen sowie Kolleginnen und Kollegen, die sich für schulische Führungsverantwortung interessieren, eingeladen, um mit Bildungsexperten aus Universitäten und Forschungsinstituten, Vertretern aus Ministerien, Schulverwaltungen sowie der Lehrerfort- und Weiterbildung die aktuellen Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren, um neue Konzepte kennenzulernen und um Erfahrungen auszutauschen oder ganz schlicht zum „updaten“.

Dr. Rehm, Vorsitzende des VLW, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass dieses Updating für berufliche Schulen unverzichtbar ist. “Wir, die beruflichen Schulen, wollen und müssen immer up to date sein. Das sind wir unseren jungen Menschen, die unsere Schulen besuchen, schuldig. Das sind wir aber auch der Gesellschaft und Wirtschaft schuldig.“

Breite berufliche Qualifizierungsmöglichkeiten

Diese breite Zielorientierung mag auf den ersten Blick überraschen, denn – da sind sich die drei Vorsitzenden völlig einig – die beruflichen Schulen sind mehr als nur die Berufsschule als Partner im Rahmen des dualen Systems der beruflichen Erstausbildung. Dr. John: „Wenn wir von den beruflichen Schulen sprechen, dann sind immer gleich mehrere Bildungswege gemeint. Die beruflichen Schulen bieten Qualifizierungsmöglichkeiten, um die möglicherweise noch fehlende Ausbildungsreife zu erwerben, sie bereiten auf eine Berufsausbildung in einem bestimmten Bereich vor, sie begleiten als Berufsschule die Berufsausbildung in den Betrieben, sie ermöglichen den Erwerb der Fachhochschulreife und der Allgemeinen Hochschulreife mit beruflichen Kenntnissen und qualifizieren junge Erwachsene nach Abschluss der Berufsausbildung zum Staatlich geprüften Techniker oder ähnlichen Abschlüssen“. Damit hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland neben der Allgemeinbildung mit Gymnasium und Hochschulschulstudium ein ausdifferenziertes System von Bildungswegen im Medium des Berufs entwickelt, das zu gleichwertigen Abschlüssen führt und die in Wirtschaft und Verwaltung höchste Wertschätzung genießen.

Unterschiedliche berufliche Bildungsangebote

Dr. Angelika Rehm und Eugen Straubinger ergänzen und sprechen von „Häusern“ der beruflichen Bildung, weil in diesen sehr vielfältige und unterschiedliche Bildungsangebote zur Verfügung gestellt werden. Der erfolgreiche Abschluss stellt immer einen Gewinn für die jeweiligen Absolventen dar, denn entweder kann dieser Abschluss für eine berufliche Tätigkeit genutzt werden oder ermöglicht den Besuch eines anderen beruflichen Bildungsgangs. Dr. Rehm: „Die Bildungswege der beruflichen Bildung sind keine Einbahnstraße. Wir bereiten die gut 2,5 Millionen Menschen auf deren berufliche Zukunft verantwortungsvoll vor.“

Nähere Informationen finden sich unter: www.bbs-führungskräfte.de