Meister BAföG wohl zu wenig bekannt

In Deutschland erhielten 2015 etwa 162.000 Personen „Meister-BAföG“-Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat am 11.07.2016 mitgeteilt, dass die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von „Meister-BAföG“ im Jahr 2015 erstmals seit sieben Jahren rückläufig war und im Vergleich zum Vorjahr 5,7 % (9. 800) Geförderte weniger an einer Fortbildungsmaßnahme teilnahmen.

„Das ist sicher nicht im Sinne der beruflichen Bildung, insbesondere unseres Handwerks, von dem ja händeringend Auszubildende gesucht werden. Nur dann, wenn die Jugendlichen auch eine Aufstiegsmöglichkeit z. B. zum Meister erkennen können, werden sie eher die Handwerksberufe wählen. Die verschiedenen Fördermöglichkeiten über das „Meister-BAföG“ müssten erheblich mehr publiziert werden“, so Eugen Straubinger, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS).

So sei wohl kaum bekannt, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Darlehen

  • für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren,
  • für den Lebensunterhalt,
  • für den Kinderbetreuung,
  • für die Kosten während der Prüfungsvorbereitungsphase,
  • für die Anfertigung des „Meisterstücks“ und
  • durch Beiträge zu den Kosten der Bildungsmaßnahme unterstützt werden.

Eugen Straubinger ergänzt: „Ob die Förderungsberechtigten die bewilligten Darlehen in Anspruch nehmen, können sie frei entscheiden. Geförderten Personen werden ferner auf Antrag nach erfolgreichem Abschluss ihrer Weiterbildungsmaßnahme 25 % ihres Restdarlehens zum Beitrag erlassen.“