BLBS: Gesetzesnovelle macht Meister-BAföG attraktiver!

„Mit besonderer Freude nehmen wir zur Kenntnis, dass sich die Fachpolitiker der Koalition Anfang Juli 2015 mit Bildungsministerin Johanna Wanka auf Eckpunkte für eine Gesetzesnovelle geeinigt haben, die das Meister-BAföG attraktiver machen“, so Eugen Straubinger, Bundesvorsitzender des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS).

„Die Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) – kurz: Meister-BAföG – gibt es für Vollzeit- und Teilzeitfortbildungen. Mit ihm werden Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, Kosten für die Prüfungsvorbereitung, die Anfertigung des `Meisterstücks´, Kosten für den Lebensunterhalt, für Kinder und für Kinderbetreuung gefördert.

An den Meister- und Technikerschulen, an denen Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen unterrichten, waren 2014 die gefragtesten Fortbildungsberufe bei den Männern der geprüfte Industriemeister Metall, gefolgt vom staatlich geprüften Maschinenbautechniker und dem Kraftfahrzeugtechnikermeister, die später den Weg in die Selbstständigkeit wählen und damit Arbeitsplätze schaffen. Bei den Frauen waren die häufigsten Berufe die staatlich geprüfte Erzieherin oder Friseurmeisterin. Außerdem werden mit dem Meister-BAföG Aufstiegsfortbildungen unter anderem zum staatlich geprüften Techniker oder zur Fachkrankenpflegerin unterstützt.

„Gerade hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einem Kurzbericht festgestellt, dass Meister und Techniker im Jahre 2013 mit nur 2,0 Prozent am wenigsten arbeitslos waren, gefolgt von den Akademikern mit 2,5 Prozent“, so Eugen Straubinger. „Ferner ist schon jetzt beschlossen, dass sich der Unterhaltsbeitrag für Alleinstehende zum 1. August 2016 auf 760 Euro erhöht, die Einkommensfreibeträge für alle Teilnehmer auf 290 Euro, für Ehegatten auf 570 Euro und je Kind auf 520 Euro steigen.“