BLBS und VLW – Fuldaer Erklärung zur Lehrerbildung verabschiedet

Lehrerbildner des BLBS und des VLW Die Lehrerbildner des BLBS und des VLW stellen sich dem Fotografen, Foto: intern

Die BLBS- und VLW-Lehrerbildner haben auf einer gemeinsamen Tagung grundsätzliche Positionen zur wissenschaftlich fundierten und praxisorientierten Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen diskutiert. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Entwicklung von Strukturen und Kulturen in den einzelnen Phasen und Institutionen der Lehrerbildung. Die Kooperation zwischen den Beteiligten in den Universitäten, Studienseminaren und Ausbildungsschulen ist zu fördern und zu institutionalisieren.

Universitäres Studium
Vor diesem Hintergrund waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass der hohe Qualitätsstandard in der bisherigen grundständigen universitären Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen zu garantieren und zu steigern ist. Die Anerkennung des Masterabschlusses (oder des 1. Staatsexamens) als Voraussetzung für den Eintritt in den Vorbereitungsdienst (Referendariat) ist bundesweit sicherzustellen. Ein problemloser Studienortwechsel innerhalb Deutschlands ist zu gewährleisten.

Betriebspraktikum
Zum Studium gehört ein einjähriges gelenktes betriebliches Fachpraktikum. Dieses kann auch durch eine einschlägige Berufsausbildung ersetzt werden.

Vorbereitungsdienst (Referendariat)
Die zweite Phase der Lehrerbildung, die Ausbildung im Vorbereitungsdienst, wird an staatlichen Studienseminaren bzw. vergleichbaren Einrichtungen zusammen mit berufsbildenden Schulen in mindestens 18 – 24 Monaten durchgeführt. Aufgabe des Referendariats ist die Entwicklung reflexiver Handlungskompetenz. Der Abschluss des Vorbereitungsdienstes ist bundesweit anzuerkennen.

Berufseinstieg
Dem Berufseinstieg und dem Lernen im Beruf ist - auch mit Blick auf die Personalpflege und die Personalentwicklung - ein größerer Stellenwert als bisher zuzumessen. Ein besonderer Handlungsbedarf besteht im Bereich der Lehrerfort- und –weiterbildung. Neue Organisationsformen und didaktische Konzepte mit innovativen Perspektiven sind zu implementieren und zu evaluieren.