BLBS: „Beurteilung des deutschen Bildungssystems“ – „OECD liegt wieder mal daneben!“

„Wann begreift die OECD endlich, dass die Bedingungen an beruflichen Schulen anders sind, so der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen (BLBS), Eugen Straubinger.

Wieder einmal wurde nicht erkannt, dass:

  • die Aufstiegschancen über die berufliche Bildung besser sind als in den anderen Ländern der OECD, indem es jedem Jugendlichen unabhängig vom Wohlstand des Elternhauses offen steht, über den Abschluss in der dualen Ausbildung an der Berufsschule oder die Berufsfachschule an die Meister- oder Technikerschule zu gelangen;
  • Hilfen des Staates nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Meister-BAföG) zusätzlich möglich sind;
  • das Gehalt, das die Jugendlichen im dualen Ausbildungsbetrieb erhalten, sie außerdem dazu befähigt, diese Bildungswege problemlos einzuschlagen;
  • die Jugendarbeitslosigkeit in den Ländern, die die duale Berufsausbildung eingeführt haben, im Vergleich zu den anderen Ländern der OECD erheblich geringer ist;
  • die Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz bei 3,5%, in Deutschland bei 7,4% und in Österreich bei 8,9% liegt, während z. B. Griechenland mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 59,2% oder Spanien mit 54,3% zu kämpfen haben;
  • die Aufstiegschancen zum Studium über die weiterführenden beruflichen Schulen ebenfalls unabhängig vom Wohlstand der Eltern sehr gut und damit möglich sind, da hier zusätzliche staatliche Hilfen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) vorgesehen sind.

OStD Eugen Straubinger: „Bevor solche Studien veröffentlicht werden, sollte sich die OECD besser mit den Akteuren der beruflichen Bildung austauschen, um eine korrekte Beurteilung abgeben zu können!“